Artà im Mallorca-Lexikon

An die schroffe Felsküste von Cap de Ferrutx mit seinen Klippen, die mehr als 500 Meter hoch sind, schließen im Nordosten der Insel Mallorca die langen Sandstrände der Bucht von Alcúdia an. Das Dörfchen Artà ist durch seine zwei charakteristischen Hügel bereits von Weitem sichtbar und bildet 10 Kilometer im Landesinneren ein Tor zur nordöstlichen Halbinsel. Es liegt rund 60 km von der Haupstadt Palma entfernt. Mehr als die Hälfte der Fläche der Gemeinde wird vom höchsten Massiv der Bergketten der „Serres de Llevant“ eingenommen. 6000 Einwohner leben in Artà, im Schutz einer Burganlage, die im 13. Jahrhundert auf den Resten einer arabischen Festung entstand. Artà war schon immer ein beliebtes Wohngebiet. Vor den Toren der Stadt befindet sich eine frühe Talaiotsiedlung, „Ses Païsses“ genannt. Auf der Plaça Espanya liegt das Rathaus und das Museu Regional d´Artà. Dort kann man Fundstücke aus phönizischer, griechischer und römischer Zeit finden. Die Fußgängerzone der Altstadt ist gut besucht, die Cafés und Restaurants machen gute Umsätze. Das Gesamtbild des Ortes ist geschlossen, steile, enge Straßen, und die mittelalterlichen Festungsmauern der Wallfahrtskirche Sant Salvador prägen das Stadtbild. Dieses einst barocke und nun klassizistische Gotteshaus beherbergt zwei der bekanntesten Gemälde Mallorcas. Der Aufstieg zur Burg und zum Santuari de Sant Salvador lohnt sich auch wegen des Ausblicks. Man blickt über Fincas und Felder bis an die Küste und schaut über Mandelplantagen und Ölbäume. Der übliche Wochenmarkt findet immer dienstags statt, in den Sommermonaten kann man sich Konzerte in den Ortskirchen und auf der Burg der Stadt anhören.


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