Cap de Formentor im Mallorca-Lexikon

Die tief zerklüftete und zerfurchte Halbinsel Formentor schiebt sich als Verlängerung der Serra de Tramuntana weit nach Nordosten ins Meer hinaus. Das Cap de Formentor ist das östliche Ende dieser Halbinsel am nördlichsten Zipfel Mallorcas. Gleichzeitig ist es eine der imposantesten Landschaften der Insel. Der höchste Punkt der Steilküste ist mit 384 Metern über dem Meeresspiegel der „Fumart“. Am südöstlichen Teil ist eine Höhle mit Öffnung zum Meer, die zu den wichtigsten Zeugnissen der prähistorischen Talaiot-Kultur gehört. „Treffpunkt der Winde“ nennen die Mallorquiner die Halbinsel auch. Die Winde, die sich hier treffen, hatten schon bei den Ureinwohnern eine bestimmte Bedeutung und haben vielen Landschaften und Gebirgen einen Namen gegeben. Vom Port de Pollença bis zum Cap de Formentor führt eine abenteuerliche, in den Fels gehauene Straße. Sie wurde vom italienischen Ingenieur Antonio Paretti gebaut. Man sollte als Autofahrer schon schwindelfrei sein, wenn man die 13 Kilometer nach oben fährt. Dafür wird man aber mit tollen Aussichten belohnt. Am bekanntesten ist der Aussichtspunkt Mirador del Mal Pas. Der Rundblick reicht im Osten nach Menorca, im Westen zur Cala Fiquera und im Süden bis nach Alcúdia mit seinen Sandstränden. Nach kurzer Strecke biegt rechts eine Straße zum Hotel Formentor und zum langen Sandstrand Cala Pi ab, Buchten wie Cala Figuera, Cala Murta und Cala Pi de la Posada bieten wunderschöne, abgelegene Bademöglichkeiten. Wenn man noch weiter fährt, erreicht man einen Leuchtturm. Das Hotel Formentor ist legendär und Treffpunkt für Persönlichkeiten aus aller Welt. Es öffnete schon 1928 seine Pforten für reiche Touristen aus den USA und Europa.


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