Feiertage im Mallorca-Lexikon

Nach dem Ende der Franco-Diktatur vor zwei Jahrzehnten haben die Feste der Mallorquiner wieder verstärkt an Bedeutung gewonnen. Es gibt das ganze Jahr über eine große Anzahl an Feiern und Festen, daneben werden Patronatsfeiern zu Ehren von Schutzheiligen der jeweiligen Dörfer veranstaltet. In den letzten Jahren haben auch profanere Bräuche wie der Karneval auf Mallorca zugenommen. Am Dreikönigstag, dem 6.Januar, erhalten spanische Kinder ihre Weihnachtsgeschenke. An diesem Tag ziehen die Leute in Karawanen vom Hafen aus durch die Innenstadt. Dabei fliegen Bonbons und kleine Geschenke. Traditionell werden zu vielen Festen Feuer angezündet um die Dämonen der Nacht zu vertreiben. Es gibt auch eine magische Nacht des Feuers am Vorabend von Sant Antoni (17. Januar). Am Karnevalssonntag herrscht an der Platja d Palma rheinischer Frohsinn. Der typisch mallorquinische Zug allerdings besteht aus farbenfrohen Prunkwagen. Im Frühling gibt es auf Mallorca eine Frühjahrskirmes (Fira del Ram) und Feria de Abril, ein Fest, das die Andalusier feiern, die auf Mallorca wohnen. Im April und im Mai sind Wallfahrten beliebt und Familien und andere Gruppen ziehen auf die verschiedenen Klosterberge. In vielen Dörfern gibt es Frühlingsmessen mit Märkten auf denen man Krimskrams und Kunsthandwerk kaufen kann. Im Sommer, am 24. Juni, feiert man das Johannisfest zu Ehren des Sant Joan. Nur wenig später, am 29. Juni, wird der Schutzpatron der Fischer gefeiert, der Heilige Petrus. Zwei Tage später wird Catalina Tomas geehrt, die einzige Heilige Mallorcas. Im Herbst feiert man die Ernte und das Schlachtfest, bei dem Hausschlachtungen durchgeführt werden. Im Winter feiert man schließlich Weihnachten – ganz traditionell im Kreise der Familie.


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