Flora im Mallorca-Lexikon

Die Balearen gelten als eines der pflanzenreichsten Gebiete im Mittelmeerraum. Viele Pflanzen sind so selten, dass nur hier wachsen, sie sind also endemisch. Einige von ihnen sind sogar inselendemisch, das heißt sie wachsen nur auf einer der Inseln. Aber wie regelt man die Bewässerung in einem so wasserarmen Gebiet? Wasser ist auf Mallorca ein kostbares Gut, vielleicht der kostbarste Rohstoff der Insel. Die Mallorquiner versuchen, verantwortlich mit dem umzugehen, was ihnen an Niederschlägen und Grundwasser zur Verfügung steht: Sie sammeln das Regenwasser zum Beispiel in Zisternen. Viele Mallorquiner lassen in ihren Gärten Pflanzenarten wachsen, die sowieso am Mittelmeer heimisch sind und trotz der seltenen Niederschläge dort bestens wachsen. Bei den heimischen Bäumen wären hier die Oliven-, Mandel- und Johannisbrotbäume zu nennen. Auch Palmen und Kakteen sind für die Region typisch. Oft geht die wunderbare Pflanzenwelt in den Gärten mit interessanter, mediterraner Architektur einher. Einige der öffentlichen Gärten zählen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel. Dazu gehören die Gärten von Raixa, einem Adelspalast im italienischen Stil aus dem 16. Jh. mit großen Wasseranlagen. Der Nordteil dieser Gärten wird durch schöne Freitreppen unterteilt. Ein zweiter wichtiger Garten, der sogenannte Botanische Garten, befindet sich auf dem Weg nach Santanyí. 12000 unterschiedliche Kakteen-Arten wachsen auf dem 15 ha großen Gebiet. Es gibt künstliche Seen, einen Feuchtgarten und einen Wüstengarten. Ein weiteres Highlight Mallorcas bieten die Gärten d`Alfabia, in denen Palmen und Kiefern wachsen. Durch ein raffiniertes Kanalsystem wird die Bewässerung der subtropischen Vegetation garantiert. Diese Gärten befinden sich auf dem Weg von Palma nach Sóller.


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