Klöster im Mallorca-Lexikon

Es gibt auf Mallorca nicht nur Strand, Party und Sonne. Auch für Kulturbegeisterte hat die Insel eine ganze Menge zu bieten. Es gibt Museen, Kastelle, Gallerien, Kathedralen und nicht zuletzt eine ganze Anzahl an malerischen Klöstern. Eine reiche Geschichte steckt oft hinter den Klostermauern. Dichter haben schon im Mittelalter über einige Klöster geschrieben, die folgenden Jahrhunderte waren von Rittern, Piraten, Philosophen und Geistlichen geprägt. Das meistbesuchte Kloster auf Mallorca ist wohl das in Valdemossa. Touristen wollen auf den Spuren Chopins wandeln und den Teil des Klosters sehen, in dem der Komponist einen Winter mit seiner Lebensgefährtin und seinen Kindern verbrachte. Ebenfalls in der Serra de Tramuntana, in einem malerischen Tal, liegt das Kloster Lluc. Dieses Kloster ist der wichtigste Wallfahrtort auf Mallorca. Ein maurischer, zum Christentum bekehrter Hirtenjunge namens Lluc hat der Legende nach zwischen Felsen im Gebirge eine Madonnen-Statue aus Sandstein gefunden. Heute dient das Kloster auch als Herberge für die Pilger. Eines der wichtigsten Klöster im Osten Mallorcas ist das Heiligtum Sant Salvador in der Nähe des Dorfes Felanitx. Einfach und schmucklos sitzt das Bauwerk auf einem Felsen in 509 Metern Höhe. Es gibt hier zwar keine Mönche mehr, trotzdem zieht das ehemalige Kloster noch viele Besucher an. Auch bei Radsportfans ist es eine beliebte Adresse, weil in einem Vorraum der Kapelle die sechs Weltmeister-Trikots des Radsportlers Guillermo Timoner ausgestellt sind. Ein anderes wichtiges Kloster ist Sant Honorat, auf dem im 14.Jh. der heute auf Mallorca als Genie verehrte Gelehrte Ramon Llul Zuflucht gesucht hatte. Es wird heute von einem franziskanischen Laienorden weitergeführt.


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