Llucmajor im Mallorca-Lexikon

Llucmajor und seine Umgebung sind auf jeden Fall einen Ausflug in den Süden Mallorcas wert. Llucmajor ist eingebettet in eine typisch mallorquinische Landstadt, umgeben von Mandelplantagen und intensiv landwirtschaftlich genutzten Feldern. Der Ort wurde erstmals 1300 erwähnt und hat für die Geschichte Mallorcas eine besondere Bedeutung: 1349 starb vor den Toren dieser Stadt der letzte mallorquinische König, Jaume III., in einer Schlacht. Zugleich endete damals die kurze Zeit des selbstständigen Königreichs Mallorca. Die Plaça Espanya in Llucmajor ist von erstaunlich vielen Bars, Kneipen und Straßencafés gesäumt, die Rentner treffen sich zum Plaudern und zum Kartenspielen. Ein bekanntes Café von Llucmajor ist das Café Colóm. Direkt um die Ecke kommt man zur Markthalle der Fischer. Am Samstag ist Markt und das Zentrum der Stadt wird für den Verkehr abgeriegelt. Der Passeig de Jaume III führt auf das Denkmal zu, das diesen König ehrt. Llucmajor ist für die Schusterei eine wichtige Stadt, hier hat man als Tourist auch die Möglichkeit, zahlreiche Ledersouvenirs zu ergattern. Allerdings ist Llucmajor keine typische Touristenstadt und alte Handwerksbetriebe und Werkstätten sind auch für die ganz „normalen Mallorquiner“ ausgelegt. Auf den Wochenmärkten verkaufen Marktfrauen frisches Gemüse und Obst, Pflanzen, Blumen und Souvenirs wie Töpferwaren und Kräuterliköre. Nordöstlich von Llucmajor gibt es einen Tafelberg mit Hochplateau namens Puig de Randa. Auf seinem Hochplateau wurden von den Insulanern drei Klöster eingerichtet und der mittelalterliche Gelehrte Ramon Llull hat hier gelebt und seine wichtigsten Werke verfasst. Er gilt als Gründer einer Eremitenbewegung, deren Anhänger auch an anderen Orten Einsiedeleien errichteten.


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