Pollença im Mallorca-Lexikon

Pollença ist eine sehr vielseitige Stadt auf Mallorca. Sie liegt einerseits am Meer, andererseits sind die Bergketten der Serra de Tramuntana nicht weit und schützen die Stadt vor den rauen Nordwinden. Der Strand von Port de Pollença ist mit seinem feinen Sandstrand bei Familien sehr beliebt. Das ehemalige römische Pollentia wurde von den Mauren in „Alcúdia“ umbenannt. Nachdem die Vandalen das ehemalige römische Pollentia zerstört hatten, gründeten die Einwohner eine neue Stadt „Pollença“ – sicherheitshalber fünf Kilometer landeinwärts. Vor den Angriffen der Piraten war die Stadt dennoch nicht sicher, konnte diese allerdings in einer Schlacht 1550 besiegen. An diesen Sieg über die maurischen Freibeuter erinnert heute noch das Spektakel „Moros i Christians“. Es ist ein lautes Volksschauspiel mit tausenden von Komparsen, die entweder Mauren oder Christen spielen und wird mit Musikkapellen und Kampfgesängen untermalt. In Pollença leben 12000 Einwohner, darunter viele Briten und Deutsche. Es hat sich weitgehend seine Ursprünglichkeit erhalten. Die Altstadt ist verwinkelt, zwischen den Natursteinhäusern, die manchmal mehrere Stockwerke hoch sein können, findet man schöne Geschäfte mit Töpferarbeiten und handgefertigten Textilien. Allerdings gibt es nur wenige Hotels in der Stadt. Nach der Sonntagsmesse in der Pfarrkirche Nostra Senyora dels Angels findet ein Markt statt, auf dem ein buntes Treiben herrscht. Neben Obst- und Gemüseständen werden alle möglichen Waren feilgeboten. Vom alten Rathaus kann man hinaus auf den Puig de Calvari, den Kalvarienberg gehen. Es geht 365 Stufen hinauf, auf dem Weg kommt man an den Kreuzwegstationen vorbei und gelangt schließlich zu einer Kapelle aus dem 18. Jahrhundert. Ein schöner Ausblick ist der Lohn für das Treppensteigen.


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